Was ist Kundalini?

Kundalini bezeichnet das jedem Menschen innewohnende Bewusstseins-Potenzial. Mit dem Erwachen dieser gewaltigen Urkraft beginnt ein intensiver innerer Prozess der Transformation.

Ziel ist es, sich wieder dieser Kraft zu erinnern, sie bewusst und liebevoll anzunehmen. So wirst Du Dein Potenzial und Deine ganz eigenen Fähigkeiten entwickeln, die Dich auf den Weg in ein höheres Bewusstsein führen. 

Die Kundalinikraft fordert gleichzeitig viel Hingabe, Dankbarkeit, Selbstliebe und Mitgefühl gegenüber anderen Menschen sowie Tieren, Pflanzen, der Natur, der Erde. Nur so fliesst sie ungehindert und zum Wohle aller Lebewesen.

Kundaliniprozess und die Bedeutung von Yin und Yang

Der Kundaliniprozess möchte das Yin und Yang auf einer höheren, feinstofflicheren Ebene in Dir ausgleichen und Dich zurückführen in Deine ursprüngliche Energie und Liebe.

Yang auf Kundaliniebene: 

Kundalini ist enorm verstärktes Qi, also Yang-Energie, die durch den Körper fliesst.

Das verstärkte Qi hat eine viel höhere Transformationskraft als das "normale" Qi.

Diese Kraft ist immer im Einklang mit deinem Bewusstseins-Potential und wirkt frei von Egoaspekten.

Yang ohne Kundalinikraft:

Entspricht dem männlichen Prinzip, ist "normal" fliessendes Qi von Kraft, Stärke

und Wärme. Aber auch die Willens-und Lebenskraft, die egozentisch gefärbt und ausgerichtet sein können.

Yin auf Kundaliniebene:

Als Ergänzung zum Yang ist das Yin auf Kundaliniebene die bedingungslose, 

selbstlose Liebe zu sich und allen Wesen.

Yin ohne Kundalinikraft:

Entspricht dem weiblichen Prinzip, ist die "normale" Liebe, die geprägt ist durch unsere Erfahrungen, Vorurteile, Glaubenssätze usw., aber auch Empathie.

Ebenso steht das Yin für unsere Körpersäfte und Körpermasse.

Kundaliniprozess und Symptome

Der Kundaliniprozess befördert alles aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein,

was in Dir noch nicht ausgeglichen ist, also noch nicht einer gesunden bewussten Ordnung entspricht.

Die Kundalinienergie möchte immer, dass etwas in Bewegung kommt. Sie wird Dich fordern, deine Emotionen, Beziehungen, Probleme zu bereinigen, heilen und auszugleichen.

Die Kundalini wirkt oft wie ein Yang-Sturm.

Ein zuviel an Kraft und Wärme entsteht, die durch den Körper fliesst.

Dadurch kann das Körpersystem und auch das Nervensystem überbelastet werden. Ein erhöhtes Kundalini-Yang über längere Zeit geht an die Substanz, kann das Yin verbrennen.

Ein stabiles, gesundes Yin hält dem Yang-Sturm der Kundalini besser stand. 

Bei zuwenig Yin können Symptome wie Schlafstörungen, Unruhe usw. sehr verstärkt werden. Auch destruktive Emotionen wie Angst und Traurigkeit treten auf und werden durch den Yinmangel noch verstärkt.

Mir einem gesunden Yin lässt sich der Kundalini-Yang-Sturm besser aushalten, Du stehst stabiler im Sturm. Eine gesunde Eigenliebe, die Liebe zu anderen, Spaziergänge in der Natur und viel Ruhe besänftigen das Yang und die Waagschale kann wieder ausgeglichen werden.

Kundalinisymptome können sehr vielfältig sein.

Auch folgende Symptome und Beschwerden können im Kundaliniprozess auftreten:

Starke Kopfschmerzen, Schwindel, Lärm-und Lichtempfindlichkeit, Zuckungen, Tics, spontane Lautäusserungen und Bewegungen, Schmerzen am und im Körper ohne Ursache, Hitzegefühl, starkes Bedürfnis nach Rückzug, Neigung zu Depression, Wut und Angst, Wortfindungsstörungen, Tinnitus, Herzrasen, das Meiden von Menschenansammlungen, Überreizung, übersinnliche Wahrnehmungen, Verlust von Beruf, Beziehungen gehen auseinander oder werden überdacht, Ernährung wird angepasst, usw.

Es können auch Glücksgefühle, Freude und Phasen von tiefem Frieden empfunden werden. 

Je ausgeglichener das Yin und Yang im Laufe des Kundaliniprozesses werden, desto stabiler wirst Du auf körperlicher, geistiger, seelischer und spiritueller Ebene.

Gerade während einer Kundalinikrise - also einer intensiven Phase der Bereinigung von Emotionen und Problemen - ist es besonders wichtig, auf eine gute Ernährung und den Aufbau des Yins zu achten.  Siehe hier

Was kann den Kundaliniprozess auslösen?

 

  • intensive spirituelle Praktiken (Meditation, Yoga, Qigong, Atemtechniken, Lesen spiritueller Literatur usw.)

  • starke Belastungen, Lebenskrisen, Schock​ (Tod eines Angehörigen, Unfall, Nahtoderlebnisse, Operationen, Narkose, schwierige Geburt, Scheidung, Wechseljahre usw.)

  • Drogen, Alkoholsucht, Medikamente

  • Intensives Tanzen

  • Initiation durch einen Lehrer/Lehrerin, Hingabe an einen Lehrer

  • spontan ohne ersichtlichen Grund bzw. karmische Ursache

Der Kundaliniprozess kann bewusst und unbewusst in Gang gesetzt werden. Wichtig ist, den "Start" nach Möglichkeit nicht zu forcieren.

Oft werden die Symptome unterschätzt und bereiten grosse Schwierigkeiten, da die Qualitäten des Yin und/oder Yang nicht ausreichend ausbalanciert sind.

Hat der Kundaliniprozess einmal eingesetzt, so ist er nicht mehr rückgängig zu machen. Die Kundalini wird weiter fliessen und Deine Bewusstwerdung nimmt Deinen ganz eigenen Weg. Diesen gilt es, anzunehmen und mutig zu beschreiten.

Silke Hössle

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